Die Energie der Zukunft – Alles Gute kommt von oben
Seit mehreren Milliarden Jahren ist die Sonne aktiv. Sie spendet Licht und Wärme, ohne uns auch nur einen Sonnenstrahl zu berechnen. In weniger als einer Stunde befördert die Sonne so viel Energie auf die Erdoberfläche, wie die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht. Zum Vergleich: Jeder Quadratmeter Sonne strahlt stündlich den Energiegehalt von 6.300 Litern Heizöl aus. Würde man weniger als ein Hundertstel dieses ungeheuren Energiepotenzials nutzen, wäre das Energieproblem des Planeten Erde ein für alle Mal gelöst.
Schicht im Schacht?
Die von der Natur in Jahrmillionen gebildeten fossilen Brennstoffe hat die Menschheit innerhalb weniger Jahrhunderte fast vollständig verheizt, verkocht, verduscht und verfahren. Jetzt steht der Zeiger auf Reserve. Die inzwischen heiß umkämpften Ölrestposten werden zwar noch für ca. 40 Jahre reichen, aber das „erschwingliche“ Öl wird uns vermutlich viel früher ausgehen.
Für Importländer wie Deutschland könnte das schwarze Gold schon sehr bald unbezahlbar werden. Auch die zunehmende Verknappung von Kohle und Gas bedeutet nach heutigem Ermessen eine in absehbarer Zeit andauernde Unterversorgung und explodierende Rohstoffkosten. Ganz zu schweigen davon, was die Verbrennung der fossilen Energieträger die Umwelt bisher gekostet hat.
Ungefähr drei Viertel der schädlichen Treibhausgase gehen dabei auf das Konto von Erdöl, Erdgas und Kohle. Um der drohenden Klimakatastrophe entgegenzuwirken, haben sich die Industriestaaten bereits 1997 im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen zu verringern. Zielsetzung ist es, den weltweiten CO2-Ausstoß bis spätestens zum Jahr 2012 um 5,2% zu verringern.
Strahlende Aussichten für die Erneuerbaren
Weltweit steht ein Energieumbau ins Haus – für alle machbar und vor allem finanzierbar. Für die Herstellung von Solarstrom zahlt ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt im Jahr 2005 statt hoher Subventionen eine monatliche Umlage von lediglich 24 Cent. Bis zum Jahr 2050 könnten laut einer Studie der Bundesregierung 65 % des Stromverbrauchs in Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Damit ließen sich 75 % der Treibhausgas- Emissionen einsparen, rund ein Drittel davon allein durch die Nutzung der Solarenergie.
Auch wirken sich die erneuerbaren Energien positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die junge Photovoltaik-Branche kann bereits mit beachtlichen 42.600 Arbeitsplätzen in 2007 (Quelle: BSW) aufwarten, von denen allein im letzten Jahr, bedingt durch den Boom der Branche, 5.000 entstanden sind. Insgesamt sollen es bis zu 200.000 bis 2020 werden.