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DVB-T

Ausblick

In Bayern läuft derzeit ein innovatives DVB-T-Testprojekt, bei dem das Kodierverfahren MPEG-4 auch bei DVB-T zum Einsatz kommt. Untersucht wird, wie eine Entwicklung hin zu effizienteren Kodierverfahren für das digitale terrestrische Fernsehen bewerkstelligt werden kann, insbesondere inwieweit sich skalierbare Kodierverfahren für die mobile, portable bis hin zur hochauflösenden Programmverbreitung eignen. Für die Rundfunkanstalten in Deutschland geht es dabei um nicht weniger als die Frage wie der erfolgreiche terrestrische Verbreitungsweg zukunftsfähig gehalten werden kann, ohne den Millionen Käufern bestehender DVB-T-Technik Empfangsbeschränkungen abzuverlangen.

Was ist DVB-T?

Die Abkürzung DVB-T steht für "Digital Video Broadcasting - Terrestrial", also die terrestrische Ausstrahlung von digitalem Fernsehen. Die Übertragung von digitalen Fernsehsignalen kann ebenso über Satellit (DVB-S) oder Kabel (DVB-C) übertragen werden.

Mit der Einführung von DVB-T in Deutschland wird das digitale Fernsehen erstmals für große Teile der Bevölkerung verfügbar. In vielen Teilen Deutschlands ist DVB-T heute nutzbar, in einigen Regionen ist die analoge terrestrische Ausstrahlung von Fernsehprogrammen bereits abgeschaltet, so dass ein Empfang nur noch über DVB-T möglich ist.

Weitere Informationen zu DVB-T finden Sie hier

Verbreitung von DVB-T

DVB-T ist heute bereits in vielen Teilen Deutschlands verfügbar. So wurde der erste Feldversuch 2002 erfolgreich in Berlin durchgeführt. Dort wurde die analoge Ausstrahlung von Fernsehsignalen über terrestrische Antenne im August 2003 abgeschaltet, so dass dort ein Empfang von terrestrischen Signalen nur noch über DVB-T möglich ist. Berlin war damit das weltweit erste Gebiet in dem die terrestrische Übertragung von Fernsehsignalen komplett auf die digitale Technik umgestellt wurde.

Im Laufe des Jahres 2004 kamen weitere Regionen hinzu. So können heute in Hamburg, Lübeck, Kiel, Bremen, Hannover, Braunschweig, Köln, Bonn, Düsseldorf, im Ruhrgebiet sowie im Rhein-Main-Gebiet DVB-T Signale empfangen werden.

Im Laufe des Jahres 2005 starten die Umstellungsphasen für die Gebiete Mitteldeutschland und Bayern. Weitere Regionen werden im Laufe der nächsten Jahre folgen.

Der Ausbau von DVB-T in Bayern geht in Schwaben und Altbayern weiter. Der Abschluss der Umstellung des Antennenfernsehens in den übrigen Regionen Bayerns ist für 2008 vorgesehen. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird das digitale Antennenfernsehen Ende des Jahres 2007 in weiteren Regionen eingeführt. Zur Jahresmitte 2008 soll DVB-T in Mitteldeutschland dann auch vollständig ausgebaut sein.

Der Ausbau des digitalen Antennenfernsehens (DVB-T) in Deutschland wird kontinuierlich umgesetzt. So konnte im Jahr 2007 der Umstieg von analoger auf digitale terrestrische Verbreitung in Norddeutschland, in Nordrhein-Westfalen und im Saarland abgeschlossen werden. Auch in Mitteldeutschland, Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ging DVB-T in weiteren Regionen auf Sendung. Somit können mittlerweile gut 85 Prozent der Bundesbürger TV-Programme digital über Antenne empfangen. Das entspricht etwa 68 Millionen Einwohnern.

Der Flächenausbau ging auch 2008 weiter und erreichte zum Jahresende dann einen Versorgungsgrad von rund 90 Prozent der Bundesbürger. Damit wurde das seinerzeit durch die Initiative Digitaler Rundfunk vorgegebene Ziel der vollständigen Digitalisierung bis 2010 bereits zwei Jahre früher erreicht.

Technische Hintergründe

Fernsehsignale die über DVB übertragen werden sind digital. Dies bedeutet, dass die aufgezeichneten Signale in digitale Daten umgewandelt werden. Diese Daten werden komprimiert um eine höhere Übertragungskapazität zu erreichen. Nach der Übertragung über Antenne (DVB-T), Satellit (DVB-S) oder Kabel (DVB-C) werden die digitalen Signale in einem Decoder wieder entschlüsselt, um sie dann auf den Endgeräten darzustellen.

Die Übertragung der einzelnen Programme erfolgt dabei in Datencontainern, so dass mehrere Programme oder Angebote parallel auf einer Frequenz gesendet werden können.

Vorteile von DVB-T

DVB-T bietet vielfältige Vorteile für den Zuschauer. An erster Stelle steht die verbesserte Bildqualität. Durch die digitale Übertragung und Encodierung kann im Vergleich zur gewohnten analogen Übertragung ein deutlicher Zuwachs bei der Bildqualität erreicht werden.

Neben der Verbesserung der Bildqualität bietet DVB-T aber auch noch weitere Vorteile. So können über einen Kanal in Zukunft mehrere Programme ausgestrahlt werden, so dass dem Zuschauer eine größere Programmauswahl zur Verfügung steht.

Zusätzlich ist neben der Austrahlung von Fernsehprogrammen eine Übertragung von Radioprogrammen und weiteren multimedialen Inhalten möglich. Hiermit wird "interaktives" Fernsehen erstmals möglich. Die weiteren Entwicklungen in diesen Inhaltsbereichen sind heute noch nicht vorhersehbar.

Alles auf Empfang

Bereit steht nicht nur das digitale Überall-Fernsehen DVB-T, auch die Kabelgesellschaften unterbreiten bereits Angebote. DVB-C, Digital Video Broadcast Cable. Digitaler Videoempfang über Kabel. Auch hier ist HDTV möglich. Zum Empfang wird ein zusätzliches Gerät benötigt, das an das TV-Gerät angeschlossen wird. Auch mit DVB-S, Empfang via Satellitenschüssel, ist es möglich HDTV zu empfangen. Hierzu benötigt man einen speziellen HDTV Sat-Receiver. Die Auswahl an Geräten auf dem Markt ist mittlerweile sehr groß.

Sharp ist bereit

Sharp AQUOS LCD-TV ist auf die Zukunft des digitalen Fernsehens vorbereitet. In den Geräten der DVB-T Receiver integriert, so dass Sie keine Set-Top Box mehr benötigen. Aber natürlich können Sie auch alle anderen LCD-TV Geräte von Sharp problemlos mit Receivern für DVB-T kombinieren und so in den Genuss des "Fernsehens der Zukunft" kommen.